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Der Kiesgarten
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Seit der Anlage der Pflanzung im Juni 2006 sind die verschiedensten Formen von Vandalismus auf dem Platz aufgetreten.

Unterschieden werden können diese Eingriffe von Außen einerseits in kreative Ansätze, die den optischen Eindruck des Platzes nachhaltig zu verändern suchen, und andererseits in solche, die mit bloßer Zerstörungswut und Mißachtung die Gesamtanlage grob beschädigen. Diese auftretenden Beeinträchtigungen zu beseitigen bzw. abzumildern erfordert einen großen Teil der Zeit, die ich für die Platzpflege aufbringe.

Zu den groben Mißachtungen und absichtlichen Beschädigungen gehört das Ausreißen von Pflanzen, die dann auf der Kiesfläche sowie dem umgebenden Rasen verteilt werden. Auch scheint es zur Normalität zu gehören, dass Hundebesitzer ihren geliebten Vierbeiner auf die Fläche führen und ihn dort sein Geschäft verrichten lassen. Damit die Fläche nun nicht in kürzester Zeit komplett verdreckt, bin ich gezwungen, mindestens zwei Mal in der Woche mich um den anfallenden Hundekot zu kümmern. Besonders enttäuschend für mich ist die Selbstverständlichkeit, mit der die Hundehalter hierbei vorgehen. Der Eindruck, dass es immer jemanden gibt, der ihren Dreck wegräumt, muss sehr stark verankert sein. Neben diesem Problem mit den Vierbeinern scheint mir das  Ausreißen von Pflanzen eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung zu sein. Kaum eine Woche vergeht, in der ich nicht irgendeine Pflanze mit dem Ballen nach oben auf der Fläche finde. Bei einer Anzahl von 1.800 Stauden auf der Gesamtfläche kann man sich ausrechnen, wie lange es dauern könnte, bis die Fläche leergeräumt ist. Dass bei diesen ganzen Aktionen zahlreiche Pflanzen einfach plattgetreten werden, möchte ich gar nicht erwähnen. Viele richten sich nach der Belastung zwar wieder auf - der ramponierte Eindruck bleibt jedoch bestehen. Besonders die trittempfindlichen Arten verstärken durch das Abbrechen von einzelnen Trieben oder auch der ganzen Pflanze diesen Gesamteindruck des Geschundenen.

Neben diesen Erscheinungen gibt es von Beginn an eine weitere Form der Beeinträchtigung. So existiert eine Gruppe  oder Einzelperson, die sich darum bemüht die Findlinge in pink einzufärben. War erst ein Findling dann zwei betroffen, sind es inzwischen fünf Stück. Zwei von diesen zeigten sich zwischenzeitlich in gold und silber. Den Künstler schien dies jedoch nicht wirklich überzeugt zu haben, so dass sich die Steine nach kurzer Zeit konform in pink zeigten.

Ein nur kurzes Intermezzo war einer "Skulptur" beschert, die eines Morgens mitten in der Pflanzung sich hoch erhob. In knalligem rot mit Bauschaum auf einem Findling befestigt, stand dieses organische geformte Gebilde von 2-3m dort und erzielte Aufmerksamkeit. Nachdem Wetter und konkurrierende Vandalen das ehemals aufrechte Stück in einen 45° Winkel geschoben hatten, entschloss sich das Grünflächenamt zur Demontage. Ob nun in einem Zusammenhang stehend oder nicht, seit dieser Demontage ist die Zerstörungswut und damit mein Arbeitsaufwand gestiegen.

Zur farbigen Unterlegung kann hier nun eine kleine Zusammenstellung der beschriebenen Umstände eingesehen werden.